Der Künstler herman de vries (*1931, Alkmaar/NL) lädt dazu ein, Natur nicht als Ressource, sondern als lebendige, selbstbestimmte Akteurin – als Kunstwerk an sich – wahrzunehmen. Geprägt von seiner frühen Tätigkeit in der biologischen Forschung, überträgt de vries wissenschaftliche Methoden in seine künstlerische Arbeit, um die „Wirklichkeit“ der Natur sichtbar zu machen.
Seit den 1970er-Jahren ist herman de vries Sammler und Vermittler der „Werke“ der Natur. Seine künstlerische Arbeit umfasst Installationen mit Steinen, Blüten, Hölzern und anderen Materialien, die er in der Natur findet. Er entwickelt seine berühmten Erdausreibungen, arrangiert Blätter verschiedener Pflanzen und macht seine Wanderungen zum performativen Akt des Wahrnehmens. System und Zufall gehen dabei Hand in Hand. Philosophische Überlegungen spielen eine zentrale Rolle in seiner künstlerischen Auseinandersetzung mit der Welt, und auch die Poesie wird zu einem wichtigen Ausdrucksmittel. de vries‘ künstlerische Praxis vereint Kunst, Leben und Natur zu einem Kosmos jenseits von Gegensätzen.
Die Ausstellung im MQ Freiraum präsentiert das faszinierende, in seiner Unmittelbarkeit und Bescheidenheit zugleich radikale Werk des 93-jährigen Künstlers anhand einer Vielzahl zentraler Installationen, Wand- und Textarbeiten der letzten 50 Jahre.
Kuratiert von Cees de Boer (freier Kurator) und Verena Kaspar-Eisert (MQ Chefkuratorin).
Gefördert durch Mondriaan Fund.
Hier gibt es Informationen rund um Öffnungszeiten der Ausstellung des „MQ Freiraums“
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